Geschichte

Zur Geschichte vom Schloss Ringberg

Auf halber Höhe des Ringbergs, mit Blick auf den Tegernsee und das Kreuther Tal, hat Herzog Luitpold in Bayern im Jahr 1912 den Grundstein für Schloss Ringberg gelegt. In rund sechs Jahrzehnten schuf er - selbst promovierter Kunsthistoriker und in der Malerei ausgebildet - zusammen mit seinem Jugendfreund, dem Maler Friedrich Attenhuber, das Bauwerk in seiner heutigen Gestalt.

Bis zum Jahr 1914 war das Schlosshauptgebäude - zunächst in einstöckiger Ausführung und mit Belvedere - fertig gestellt. In der ersten Hälfte der 20er Jahre setzte eine rege Bautätigkeit ein: Im Südosten wurde der Gästeturm errichtet, westlich zum Hang eine Kapelle; hier unmittelbar anschließend und nach Westen einen Abschluss bildend das Torhaus mit Wirtschaftsgebäude. In den 20er und 30er Jahren erfolgte die Innenausstattung des Hauptgebäudes. 1936 wurde das Gartenhaus mit zugehörigem Wehrgang erbaut und die ursprünglich niedrigen Türme an der Nordseite des Hauptgebäudes zum ersten Mal erhöht.

Nach einer Unterbrechung der Arbeiten durch den zweiten Weltkrieg setzte Herzog Luitpold den weiteren Ausbau der Schlossanlage ab etwa 1953 fort. Das Hauptgebäude und die Nordtürme wurden um ein Stockwerk erhöht und der Hauptturm am Eingang des Schlossgebäudes erhielt einen Zinnenkranz. In den Jahren von 1960 - 1967 entstand an der Westseite mit Terrassen, Türmen und Laufgängen die vielgestaltige Hangarchitektur.

Nachdem die ursprüngliche Idee von Herzog Luitpold in Bayern - mit Schloss Ringberg einen neuen Familienstammsitz zu errichten - hinfällig wurde, da Luitpold unverheiratet geblieben war, vermachte er sein Schloss zusammen mit einem beträchtlichen Barvermögen per Erbvertrag der Max-Planck-Gesellschaft. Diese übernahm 1973 nach dem Tod des Herzogs die Schlossanlage und baute sie zwischen 1980 - 1983 mit finanzieller Unterstützung der Münchner Rückversicherungsgesellschaft und der bayerischen Landesstiftung zu einer wissenschaftlichen Tagungs- und Begegnungsstätte aus.

 
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